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Kamerun und ferne Wünsche...

Zwei Wochen Kamerun... Ich weiß ehrlich gesagt nicht wo ich anfangen soll. Alles ist so anders und es scheint mir wie ein Traum gewesen zu sein. Ich kam an und es waren tausende Eindrücke die auf mich einpreschten und dann setzt man sich in Flieger kommt an und alles ist wieder so fern, wie es am Anfang schien. Alles ist beim Alten... Die Mentalität, die Lebensauffassung der Kameruner, die Armut, die Lebensfreude und Offenheit alles scheint so fern der Realität. Ich denke zurück. Die Straßen und die Häuser bei denen ich mich jedes Mal fragte, wie man in so etwas leben könne... Und doch ist es die Realität und wäre ich dort geboren worden, wäre ich wohl ebenso glücklich wie hier. Vielleicht wäre ich sogar fröhlicher...

Nun bin ich hier und kann sagen ich war in Afrika, ich habe die Kultur und viele viele Menschen kennengelernt. Ich spüre, dass ich soviel gelernt habe und kann doch nicht sagen was. Es sind soviele Eindrücke und Erfahrungen, die ich nicht ordnen kann.

Am Anfang der Reise habe ich einmal meine  Mails überprüft.  Es war eine Nachricht von ihm dabei.  Er hat sich entschuldigt, dass er unehrlich war. Sagte, er wolle ein besserer Mensch werden und ich wär die erste die dies verdient hätte, würde ihn besser kennen als alle seine besten Freunde zusammen. Möchte retten, was er retten kann, zumindest so, dass wir wieder miteinander klarkommen...

Isabel hat es erst so verstanden, dass er wieder eine Beziehung mit mir möchte. Sie hat den Teil überlesen, dass er mir Hoffnungen gemacht hat, obwohl er vorher schon fühlte, dass etwas nicht stimmte.
Ich trau ihm nicht mehr... Ich kann und will nicht mehr.
Es sind zuviele Dinge passiert, brauche Zeit um es zu verdauen. Dachte ich wäre offen für eine neue Beziehung und denk es noch. Fühle mich langsam von ihm gelöst und doch denk ich noch zu oft an ihn. Vielleicht weil ich es nicht verstehe, die Gefühle noch zu stark sind? Ich weiß es nicht. Möchte lachen wir vor Monaten. Vielleicht kommt ja wer und rettet mich.
Lasse alles auf mich zukommen, möchte nichts beschleunigen noch bremsen. Möchte erobert werden und mein Herz verschenken. Doch habe ich Angst, brauche Zeit vertrauen und lieben zu können.
Möchte wen der mich am Boden hält und doch auf Händen trägt.

Fühle mich stark und doch so schwach.
Vereist und doch verletzlich.
Verschlossen, doch auf der Suche nach Liebe.

Versteh die Worte nicht, sagen and'res als deine Taten. Wusstest dich nie auszudrücken. Weiß es zu nehmen. Und doch schweben die Gedanken.

Möchte frei sein, "lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter" Große Worte, die wir immer wieder vergessen und uns nicht dran halten.

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Erinner mich an die Streicheleinheiten von gestern, die ich so genoss und die Gespräche von heute, die ich brauche.
Dachte erst ich möchte nur Gespräche, Menschen, die mir zuhören, mich verstehen und sich interessieren. Doch brauch ich auch die Wärme, die Nähe eines Anderen. Möchte lieben auch auf physischer Basis, möchte Fürsorge, liebevolle Hände, die meinen Rücken streicheln, meinen Nacken, mein Gesicht.
Einen glatten Rücken an meinen Händen, starke Arme und ein liebevolles Gesicht. Lippen die mich liebkosen und Worte, die mir schmeicheln.
Das alles wünsch ich mir.

11.11.07 22:25, kommentieren

Segel setzen...

Meint er ich möchte es hören? "Ich muss etwas überwinden"... es ist klar wovon er spricht, warum sagt er es? Glaubt er tatsächlich es würde mich interessieren, welche Abfuhr er überwinden muss?
Er möchte mit mir reden, wahrscheinlich sich persönlich entschuldigen. Doch habe ich keine Lust mir das anzuhören, mir denken, dass wir irgendwann wieder miteinander klarkommen und er sich dann doch wieder einen Dreck drum kümmert. So war es schon immer...
Meine Vermutung hat sich somit bestätigt, dass er auf einmal den Geistesblitz bekommen hat, weil ein Mädel nicht an ihm interessiert ist und es ihm somit dreckig geht. Ansonsten wär es ihm nach wie vor egal, wie es mir geht. Und genau das sehe ich nicht ein. Vorallem, wenn er meint ich würde ihn trösten, ihm sagen, dass bestimmt eine andere kommen wird, oder was auch immer er erwartet.

Momentan komm ich sehr gut ohne ihn zurecht. Ich habe noch zu große Gefühle für ihn und gleichzeitig brauche ich ihn nicht mehr.
Im Allgemeinen scheint alles relativ gut zu laufen. Ich halte Ausschau nach jemandem, der zu mir passt, reif genug ist und in keiner Paradieswelt lebt oder so tut als wäre es eine. Und doch habe ich Angst wieder in ein Loch zu fallen, wenn ich ihm sagen werde, dass ich nicht mit ihm klarkommen möchte, dass er mir zu sehr wehgetan hat, um es (schon jetzt) verzeihen zu können. Ich fühle mich seit Kamerun unglaublich stark und ich habe Angst, dass ich wieder zurückfallen könnte, wenn ich ihn sehe. Möchte nicht so enden wie das letzte Mal. Möchte Stärke beweisen, meine Wut hinauslassen und sagen was ich denke.
Nun denn... wird schon.

Zur Zeit fehlt mir ein entscheidener Faktor: Zeit!
Wir haben zwei Kameruner sozusagen mitgenommen, sie werden hier zwei  Wochenlang Deutschland kennenlernen, dasgleiche wie bei uns nur eben andersherum. Und wir sollen natürlich möglichst oft dabei sein. Nun kommt also zum allgemeinen Terminplan noch einer dazu. Zusätzlich hat auch noch mein Großvater Geburtstag und die Klausurenphase fängt nächste Woche wieder an. Ich will nicht jammern und wahrscheinlich ist es gut ein wenig Stress zu haben, aber dennoch gibt es sovieles was ich machen möchte und muss, wofür ich so keine Zeit finde. Wäre dort zu allererst das Geschichtsreferat, was ich mit Swen und Tim vorbereiten muss.
Als nächstes kommen einige Menschen, mit denen ich mich treffen möchte und mit Medi usw. Party machen war auch nochmal geplant und meine Schwester möchte mit drei Freunden und mir kiffen, was mit Sicherheit urkomisch wird. Zwei dabei die Mitte zwanzig sind und es noch nie getan haben.

Doch was mach ich mit meinem allgemeinen Gefühlswirrwarr? Kann zur Zeit nichts einschätzen, weiß nicht, was ich von Allem und Nichts halten soll und doch weiß ich genau, was ich möchte. Glücklich sein zum Beispiel.

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Möchte schreien, weinen, lieben, lachen.
Leben leben, Bäuche halten.
Keine Luft vor Lachen bekommen und mich glücklich schätzen.
Möchte noch an gestern denken,
wenn ich im Morgen träume.

Möchte lächeln, wenn ein Auge meins erblickt.
Möchte an dich denken, möchte wissen wer du bist.
Möchte Lippen spitzen, deinen Mund berühren.

Möchte sagen, was ich denke.
Möchte nicht auf Fragen warten.
Möchte ich sein, keinen Normen gleichen.
Möchte ohne Regeln die Welt anschauen.
Möchte Siege ohne Verlierer und ein neues System.

Möchte leben und im Frieden sterben.

13.11.07 23:47, kommentieren

Von höheren Mauern und die Blumen, die dort hinter wachsen...

Ich schließe die Augen und ein leichter Schwindel vernebelt mir die Sicht.
Schreibe mit geschlossenen Augen, es ist möglich, denn die Tatstatur kenn ich viel zu gut. Dieser Schwindel ist wie in einem besoffenem Kopf, nicht recht daheim und doch fühlt er sich wohl.

Ja, es stimmt, ich sehne mich nach Geborgenheit, aber nicht bei Basti. Allein, weil ich weiß, dass ich mich dort nicht mehr geborgen fühlen kann.
Ich suche zur Zeit eine Person, bei der ich wieder mein Herz lassen kann. Und genau das ist vielleicht das Verlangen, was du meinst, aber nicht richtig interpretieren kannst.
Ich habe nicht immer und überall das Verlangen nach Liebe, Geborgenheit usw. obwohl ich mich natürlich darüber freuen würde.
Vielmehr habe ich das Verlangen mein Herz zu verschenken. Ich möchte es nicht bei mir halten, es möchte raus, mich verlassen. Ich spüre immer wieder die leisen Versuche, wie es herausbrechen möchte. Es soll jemand anderes in den Schoß fallen, damit er achtgeben kann. Ich bin nicht fähig auf dieses Herz aufzupassen, es ist so wild, sieht so viel, hört so viel und sagt zu viel. Es rennt nach links, nach rechts, oben, unten und wieder zurück...
Es braucht einen Fänger, der es festhält, damit es nicht immer hin- und herrennt. Es lehnt mich ab... So war es schon eh und je, bis es einen Fänger gefunden hat. Der es bändigen konnte, in dessen Hände es sich formen lassen konnte.

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Und wieder ist das Wochenende fast vorbei. Wo ist die Zeit? In einer halben Stunde kommen der Hampelmann und Tim zum Arbeiten. Ich kenne das Thema noch nicht mal ganz genau... Aber immerhin schon etwas vorgearbeitet, wo ich mir sicher war, dass es drankommen würde.

Das Konzert am Freitag war wirklich gut. Rein musikalisch betrachtet... Wenn ich mir die Umgebung bzw. die Besucher anschaue eher bescheiden. Lauter Mode-Emos und ich fühlte mich so alt... frage ich mich doch, wie sich die anderen gefühlt haben mussten, mit denen ich dort war und allesamt älter als ich sind...
Nachdem viele Emotionen hochkochten, sowohl bei dem Hampelmann als auch bei mir, hatte sich der Abend eher negativ entwickelt, zumindest was meine Stimmung betrifft. Das Gute war jedoch, dass wir danach noch ins Woody's, ein wenig tanzen gegangen sind. Wo es allerdings eher interessante Gespräche gab, anstatt wie wild zu tanzen.
Mhm, es wurde ein lustiger Abend... Wobei nach und nach schlechte Laune von links und rechts kam. Ich weiß nicht was los war, ich würde ihn fast den "Abend der Gerüchte und Aufklärungen" nennen.

Ich weiß noch nicht was ich von dem Ganzen halten soll... War Freitag kurz davor etwas Dummes zu machen. Aber ich habe es gelassen und bin gerade ganz glücklich mit der Entscheidung, immerhin habe ich doch meine Vorstellungen. Und ich denke, ich kann sie erfüllen, solange ich mich unter Kontrolle bringe und das gelingt zur Zeit sehr gut. Fragt sich nur wielange noch...

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Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Im Allgemeinen scheint wohl eine "Arschloch-Phase" im Umlauf zu sein... Mit ihm ist vieles nun geklärt, ok, ich hatte in einigen Dingen, was Freitag angeht Unrecht. Im Großen und Ganzen allerdings hab ich zu oft Recht. Es nervt mich selbst... es stellte sich vieles hinaus, ein größerer Idiot als gedacht? Was solls... mir sind dadurch viele Dinge für mich selbst klar geworden und das freut mich. Ich bin etwas lockerer und die Gefühle sind mehr und mehr auf ihrem Rückweg.

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Der fünfte Tag... glaube ich habe noch nie solange für einen Blogeintrag gebraucht. Wieder hat eine neue Woche begonnen, ob sie so endet wie die letzte ist fragwürdig. Es kann doch nicht sein, dass ich 50min brauche, um lediglich die wichtigsten Dinge dem Engelchen zu erzählen und dabei habe ich wirklich alles sehr kurz gefasst, meiner Ansicht nach zumindest. Es ist zuviel. Schlicht weg zuviel.
Mittlerweile weiß ich gar nicht mehr, was ich machen soll, was ich von mir selbst halten soll bzw. von meinem Herzen. Denn ich weiß, es möchte wegrennen, doch warum bleibt es bei mir, wenn sein Wille doch ein anderer ist. Es sitzt ruhig in meiner Brust, schlägt dann und wann mal wild, doch in der nächsten Minute schweigt es wieder. Möchte noch ein Weilchen ruhen. Macht sich klein und unbedeutend, schützt sich selbst, sitzt zusammengedrückt in der Ecke mit dem Gesicht zur Wand, möchte nicht sehen, was passiert, wer seine Arme ausbreitet oder nicht. Spielt die drei Affen nach auf einen Schlag: Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen!
Und ich ... ich weiß nicht, ob es gut ist oder schlecht. Habe Angst es könnte kleiner und kleiner werden, taub-stumm und blind. Doch ist es vielleicht besser, ich weiß, dass es nicht besser ist. Jedoch... möchte in keine Fallen tapsen, kein Bär soll mich mit seinen Krallen fangen, mir Angst einjagen und wenn ich versuche zu fliehen sieht er aus wie ein lieber Teddybär mit großen treuen Augen. Dann schreit er wieder und kitzelt mich mit scharfen Krallen... so geht es hin und her. Spielt mit mir Katz' und Maus, bis die Katze die kleine Maus wegwirft, weil sie ein neues Spielzeug hat.
So sieht es aus und nicht anders. Widersprüchlich und paradox, wie es schon immer war.

Dieses Telefonat lässt mich nicht los. Es war so einfach und doch so schwer. Meine Gefühle scheinen gefroren für einen Moment, doch denkt mein Kopf zuviel.

Möchte lachen und Witze machen.

Doch ich weiß, dass das nicht geht. Das mein Kopf nicht will auch wenn ich mich danach fühle. Es ist zuviel, zuviel geschehen, zuviel gesagt. Es ist mir egal. Ein Eisblock kann nur schweigen. Doch denkt und denkt mein Kopf, kennt die Erniedrigung, den Schmerz, den es gab. Die Wut in meinem Bauch, die in meinem Kopf nun herrscht. Die Enttäuschung, die von den Füßen bis in die Haarspitzen zieht, durch Mark und Bein. Die Erinnerungen nagen. Sie haben Löcher gefressen, so dass es sich wandeln muss, die Löcher zu stopfen und was nicht mehr zu flicken ist wird herausgetrennt und fort geworfen.
So steh ich dort, schaue in den Spiegel. Das Bild hat sich verändert: Es ist noch blasser geworden, hat sich wieder weiter entfernt und ich sehe die Maurer weiterarbeiten, die ihre Aufgabe einst niederlegten. Sie bauen sie nicht erneut, sie nehmen ihre Arbeit nur wieder auf.

19.11.07 21:00, kommentieren

Ungewusst...

Die Seemetaphorik ist vorbei. Es ist eine neue Zeit gekommen, in der ich soiel mehr weiß und doch weniger als je zuvor.

Ich hab ein Mädchen gesehen, es saß dort auf der Bank und schaute ins Nichts... Man konnte nicht sagen, ob sie glücklich oder traurig war. Ich würde es als geteilt und doch neutral bezeichnen. Nun saß sie dort und dann und wann streifte ein Blatt ihre Brust. Sie spürte es, doch blieb sie unverändert sitzen. Nun saß sie da schon bald zwei Monate und war von Blättern fast versteckt, soviele waren es und sie blieb sitzen, wie am ersten Tag spürte sie dann und wann ein Blatt auf ihrer Brust und doch tat sie nichts.

 
Mann und Frau sahen sich an,
sagten viel und doch kein Wort.
Lebten Tag für Tag,
Diskussionen wurden geführt,
Lehren erteilt, Meinungen geäußert.
Sie sagten viel und doch kein Wort.


Kopf, Herz, Kopf, Herz...
Sagt es nichts, sagt er viel.
Sagt er wenig, sagt es nichts.

 
Idiot, Egoist, Schwein, Arsch und ein nettes Gesicht.
Mauerblümchen, Diplomatin, Pazifistin und ein ungerechtes Herz.

Bin verstummt und der Wunsch nach einem Schrei ist in Sichweite, gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite.

Traurigkeit übermannt die Sinne,
Gründe, die ich nicht kenne.
Fragen, die ich habe,
Nicht nenne, nicht kenne.

Frag mich oft wieso,
Dann die Antwort, die Fragen niederbrennt:
Es ist egal, weshalb.
Es ist wie es ist und es bleibt wie es ist,
Wenn ich nicht änder wie es ist.

Wenn ich den Versuch nicht niederlege zu verändern,
Was es gab, was es war, was es machte,
Wird es wissen, was es kann,
Was es machte, was es tat.
Wird mich fressen, mich werfen,
Die Gefühle sich verwehren...

21.11.07 01:47, kommentieren

Spiele spielen?

Spiele spielen...
Mach ich das? Verfolge ich genau den Weg, der mich so anwidert? Vielleicht, ich weiß es nicht. Jedoch sind Spiele in meinen Augen etwas anderes. Ich weiß es zur Zeit nur nicht besser. Soll der Hahn krähen, wenn er nicht weiß, welche Tageszeit es ist?

Möchte niemanden verletzen, den ich mag. Kann dich verstehen, doch nur was das betrifft. Du weißt, dass du falsch handelst auch wenn du dir einreden möchtest, dass es richtig zu sein scheint. Ich weiß wie du dich fühlst... wiegesagt ein halbes Jahr, wenn nicht länger. Ich kann mich an keine andere Zeit erinnern, in der ich mich schmutziger als damals gefühlt habe. Doch ich kann dich nicht überreden, du wirst nicht auf mich hören und vielleicht ist es sogar gut. Ich weiß es nicht.

Spiele spielen... kann man Unsicherheit so nennen? Hätt ich nicht die Angst, dass ich spiele, würde ich es hier nicht erwähnen. Doch wenn, dann sitzt es tiefer. Mein Herz spielt Spiele mit mir und damit auch mit meinen Mitmenschen. Kann es nicht beeinflussen... sich aus der Verantwortung zu ziehen ist leicht, doch nicht zu wissen, was du sagen solltest eine Folter.

Werde nachdenken und dabei eilen. Klarheit, Gewissheit, ob ich das schon erreichen kann? Die Bank heißt es zu überwinden, doch ich denke die Eiche ist dann nicht mehr weit. Kehre deren Blätter zusammen und werde sie sortieren.

21.11.07 17:31, kommentieren

Erinnerungen an einen alten Freund...

"Blubb" macht der Fisch, wenn er in die Angel beißt,
"Au" sagt der Löwe, wenn er in die Falle geht.

Was mach ich? Das erste Mal seit Ewigkeiten wieder mit dem Knilch geredet, es freut mich, dass bei ihm alles so gut läuft. Es freut mich wirklich, allein weil ich schon immer wusste, dass er es (locker) packen wird. Könnte mir sehr gut vorstellen, dass er um einiges besseres Abi macht als ich, bzw. ich weiß es an sich. Ich bin stolz auf ihn.
Was mir seit Tagen Kopfzerbrechen bereitet ist vielmehr, dass ich nicht weiß oder wusste wie ich mit ihm umgehen soll. Wusste nicht, ob er noch etwas für mich empfindet oder nicht. Nun bin ich genau so schlau wie vorher, er sagt er wüsste es nicht. Vielleicht ist es gut, dass er es nicht weiß. Wobei ich glaube er weiß es sehr wohl, sagt es nur nicht. Vielleicht mach ich mir sonst wieder zuviele Gedanken darum, wie ich mit ihm umgehen soll. Es wäre quatsch, das weiß ich. Immerhin sind es mittlerweile 5 1/2 Jahre, in denen wir uns kennen, oder länger. Ich weiß es nicht genau. 4 1/2 Jahre davon mein bester Freund, der Mann, bei dem ich lange nicht wusste, was ich für ihn empfinde. Den ich zwei Jahre geliebt habe und mit dem ich nie eine Beziehung wollte. Nun weiß ich seit April, was ich für ihn empfinde, vielmehr nicht mehr empfinde. Ich bin froh darüber, es hat mich immer wieder irritiert, wenn ich jemand neues kennengelernt habe. Wusste nie, ob es gut ist, mit ihm darüber zu reden, doch basierte darauf unsere Freundschaft, dass ich immer zu ihm gehen konnte, obwohl ich wusste, was er für mich empfand. Und nun, seitdem es nicht mehr auf Gegenseitigkeit beruht und er mir im Sommer diese Mail geschrieben hat, ist alles anders geworden.
Ich habe sie lange nicht mehr gelesen, doch weiß ich noch genau, was er mir schrieb, diese Worte, die mir im Halse stecken blieben.

"Es beruht nicht mehr auf Gegenseitigkeit, das ist mir klar, aber
ich liebe dich; deswegen freuts mich auch dass du mit einer Person zusammenbist die du liebst und die dich liebt, es freut mich echt vor allem weil er so verdammt sympathisch ist."

Ich weiß noch, dass mir damals bei den Worten die Tränen in die Augen kamen. Nun sitz ich hier, lese diese Nachricht zum ersten Mal, seitdem bei Basti und mir Schluss ist. Und nun scheint mir das alles so sinnlos. Du hast den Kontakt abgebrochen, unter Anderem genau aus dem Grund, dass ich mit Basti zusammen war (?) Ok, es war schon vorher zuvieles kaputt zwischen uns, wofür du dir immer wieder die Schuld gegeben hast, doch war es Quatsch. Zum Teil gab ich dir die Schuld, zum Teil geb ich sie dir auch immernoch. Du hast mich teilweise mit Füßen getreten, mir Sachen an den Kopf geworfen, wo andere dir eine geknallt hätten. Habe ich nie getan, alles was ich verlangt habe, war eine Entschuldigung, die ich nie bekam, bis auf in dieser Nachricht. Aber du hast zuvieles auf dich genommen, was vielleicht auch meine Schuld war.

Du fühlst dich ersetzt... Was erwartest du? Ich habe dir gerade etwas erzählt, worüber man nicht hinwegsehen kann. Wo ich eine andere Antwort erwartet habe, aber es kommt nur: "Kann ich ncihts zu sagen, hab ich zu wenig drüber gehört" Wenn ich dir sage, dass ich verarscht wurde erwarte ich irgendwie mehr solidarität, vielleicht ist es albern, aber ... k.a. Wobei es mir klar war, du magst ihn zu sehr...

Ich möchte gerade nicht mehr mit dir reden und doch kann ich es nicht lassen. Es macht mich traurig, dass wir wie zwei Fremde miteinander sprechen, es steht etwas zwischen uns... Es springt einen direkt ins Gesicht. Es kann doch nicht sein, dass man so distanziert miteinander umgeht, obwohl und weil man mal mehr füreinander empfunden hat und der eine vllt immernoch und der andere nicht mehr. Gott verdammter! Es macht mich wahnsinnige und ich hasse dieses Gespräch gerade. Es macht mich wütend, traurig und ich frage mich, ob sich das jemals wieder ändern wird. Ich werd beleidigend in meinen Gedanken... ungerechtfertigt, doch mein ich es zum Teil ernst. Gedanken, wie: Vergiss was wir hatten, such dir ne Frau, damit ich weiß, dass du ncihts für mich empfindest. Vergiss dass du ersetzt wurdest, obwohl niemand dich ersetzen kann. Natürlich unterhalt ich mich über viele Dinge nun mit jemand anderes, jemand, bei dem ich weiß, dass ich keine Gefühle verletzen kann, jemand der mich nciht irgendwann wieder bloß stellt, weil er beleidigt ist. Auch wenn ich nciht mehr glaube, dass es wieder passiert. Aber glaubst du wirklich, dass jemand all das ersetzen kann? Du bist mir immernoch so verdammt wichtig und das kotzt mich an. Ich weiß, dass ich dich nicht liebe, ich glaube manchmal, dass ich dich noch nicht mal mag. Aber ich hab dich so unglaublich lieb und wenn du weg wärst... ich weiß es nicht, vielleicht würde es mir noch nichtmal auffallen, aber ich würde es merken. Ich spür, wenn es dir schlecht geht, ich spür, wenn es gut ist, was gerade passiert und jetzt spüre ich Wut und den Drang wieder wegzulaufen. Es ist der richtige Zeitpunkt...

Es fängt wieder an, wieder dieses Unwissen, dass ich nicht weiß, wie ich mit dir umgehen soll... Ich lass es bleiben, es wird das einfachste sein.

22.11.07 23:57, kommentieren

Ohne Worte...

Denk so oft an Dich,
Die Stunden vergehen und immer führen meine Gedanken zurück.
Dein Gesicht, Deine Stimme,
Versuche sie zu fangen.
Es gelingt mir nicht oft
Und wenn kann ich es nicht halten.
Soll ich Dir schreiben?
Ein par Zeilen widmen?
Ein Abend und alles ist anders.
Nichts steht mehr am selben Ort,
Kein Gedanke kennt den anderen.
(24.11.07)

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Sitze hier nun ganz allein,
Gedanken bei dir, bei mir und fern ab
Raum und Zeit verwachsen,
fahren fort.

Weiß nicht viel und doch genug.
Beginne mich zu hetzen,
aus unbekannten Gründen,
meine Zeit zu verletzen.
Alles scheint so unbedeutend.
(25.11.07)

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So fern der Realität sitz ich hier vor meinem Fenster.
Lasse Grüße schicken, an die andere Welt.
Schau mich um,
ein Mensch am Fenster,
auf meiner Seite...
Gedanken, die sich gleichen, sich verstehen.
(25.11.07)

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Wenn Du wüsstest, was in mir geschieht,
Was ich fühle, wenn ich Dich ansehe,
Wenn ich deine Stimme höre.
Das Glück, das Kribbeln,
Welches meinen Bauch erfüllt.
Der Schmerz und die Angst,
Dass nicht alles so bleibt, wie es ist.
Die Furcht Dich zu verlieren,
Dass der Tag vorbeigeht,

Dich wieder der Nacht hingeben zu müssen.

Du zeigst meinem Herzen die Richtung,
Den Weg, den ich suchte.
(12.05.07)

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Sitze hier und warte auf Antwort, es kommt keine, bin mir noch nichtmal sicher, ob ich etwas schickte. Fühle mich allein und bins doch nicht, lasse kommen was kommt, passieren, was geschieht. Möchte tanzen, möchte weinen und lachen.
Möchte wieder soviel, doch fühl ich wenig.
Kann nicht lachen, nicht weinen, nicht tanzen.

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Leere weilt durch meinen Geist.
Auf der Suche nach dem Sinn standen Fallen.
Brachen mir ein Bein und noch ein zweites.
Ließ mich fallen, um den Boden zu finden.
Stufen, auf die ich prallte,
Doch kein Boden in Sicht....

25.11.07 18:33, kommentieren