Kamerun und ferne Wünsche...

Zwei Wochen Kamerun... Ich weiß ehrlich gesagt nicht wo ich anfangen soll. Alles ist so anders und es scheint mir wie ein Traum gewesen zu sein. Ich kam an und es waren tausende Eindrücke die auf mich einpreschten und dann setzt man sich in Flieger kommt an und alles ist wieder so fern, wie es am Anfang schien. Alles ist beim Alten... Die Mentalität, die Lebensauffassung der Kameruner, die Armut, die Lebensfreude und Offenheit alles scheint so fern der Realität. Ich denke zurück. Die Straßen und die Häuser bei denen ich mich jedes Mal fragte, wie man in so etwas leben könne... Und doch ist es die Realität und wäre ich dort geboren worden, wäre ich wohl ebenso glücklich wie hier. Vielleicht wäre ich sogar fröhlicher...

Nun bin ich hier und kann sagen ich war in Afrika, ich habe die Kultur und viele viele Menschen kennengelernt. Ich spüre, dass ich soviel gelernt habe und kann doch nicht sagen was. Es sind soviele Eindrücke und Erfahrungen, die ich nicht ordnen kann.

Am Anfang der Reise habe ich einmal meine  Mails überprüft.  Es war eine Nachricht von ihm dabei.  Er hat sich entschuldigt, dass er unehrlich war. Sagte, er wolle ein besserer Mensch werden und ich wär die erste die dies verdient hätte, würde ihn besser kennen als alle seine besten Freunde zusammen. Möchte retten, was er retten kann, zumindest so, dass wir wieder miteinander klarkommen...

Isabel hat es erst so verstanden, dass er wieder eine Beziehung mit mir möchte. Sie hat den Teil überlesen, dass er mir Hoffnungen gemacht hat, obwohl er vorher schon fühlte, dass etwas nicht stimmte.
Ich trau ihm nicht mehr... Ich kann und will nicht mehr.
Es sind zuviele Dinge passiert, brauche Zeit um es zu verdauen. Dachte ich wäre offen für eine neue Beziehung und denk es noch. Fühle mich langsam von ihm gelöst und doch denk ich noch zu oft an ihn. Vielleicht weil ich es nicht verstehe, die Gefühle noch zu stark sind? Ich weiß es nicht. Möchte lachen wir vor Monaten. Vielleicht kommt ja wer und rettet mich.
Lasse alles auf mich zukommen, möchte nichts beschleunigen noch bremsen. Möchte erobert werden und mein Herz verschenken. Doch habe ich Angst, brauche Zeit vertrauen und lieben zu können.
Möchte wen der mich am Boden hält und doch auf Händen trägt.

Fühle mich stark und doch so schwach.
Vereist und doch verletzlich.
Verschlossen, doch auf der Suche nach Liebe.

Versteh die Worte nicht, sagen and'res als deine Taten. Wusstest dich nie auszudrücken. Weiß es zu nehmen. Und doch schweben die Gedanken.

Möchte frei sein, "lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter" Große Worte, die wir immer wieder vergessen und uns nicht dran halten.

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Erinner mich an die Streicheleinheiten von gestern, die ich so genoss und die Gespräche von heute, die ich brauche.
Dachte erst ich möchte nur Gespräche, Menschen, die mir zuhören, mich verstehen und sich interessieren. Doch brauch ich auch die Wärme, die Nähe eines Anderen. Möchte lieben auch auf physischer Basis, möchte Fürsorge, liebevolle Hände, die meinen Rücken streicheln, meinen Nacken, mein Gesicht.
Einen glatten Rücken an meinen Händen, starke Arme und ein liebevolles Gesicht. Lippen die mich liebkosen und Worte, die mir schmeicheln.
Das alles wünsch ich mir.

11.11.07 22:25

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